Moses Mendelssohn: Unterschied zwischen den Versionen
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Vermittelt durch [[Aaron Samuel Gumperz]] hatte er 1754, angeblich beim Schachspiel, den gleichaltrigen Lessing kennengelernt, es war der Beginn einer außergewöhnlichen und epochalen Freundschaft. Lessing beförderte Mendelssohns erste Publikation »Philosophische Gespräche« und vermittelte ihm die Bekanntschaft [[Christoph Friedrich Nicolai|Nicolai]]s, der Mendelssohn bald darauf für die Mitarbeit an den »Briefen, die Neueste Litteratur betreffend« gewann. Als einziger Co-Autor verfasste Mendelssohn ein Werk mit Lessing, »Pope - ein Metaphysiker«, 1755, die ironisch gehaltene Antwort auf eine Preisfrage der Berliner Akademie der Wissenschaften. Die Briefe zwischen beiden – nach dem Tod [[Ewald von Kleist]]s war Mendelssohn Lessings erster Adressat – geben noch heute Aufschluss über das Niveau aufklärerischer Diskurse. | |||
Lessing setzte dem Freund ein gewisses Denkmal in »Nathan der Weise«, allzu porträtistisch darf man es nicht verstehen. Mendelssohn hingegen verteidigte den Freund nach dessen Tod 1781 gegenüber dem Vorwurf [[Friedrich Heinrich Jacobis]], der Lessing als »Spinozisten« bezeichnete. Der Briefwechsel zwischen den beiden, den Jacobi 1785 veröffentlichte, ist als »Pantheismusstreit« in die Geschichte der Philosophie eingegangen. | |||
==Weitere Informationen== | |||
===Literatur=== | |||
Nisbet; Angaben aus dem Pseronenverzeichnis | |||
Jürgen Stenzel (Hg.): Deutsche Schriftsteller im Porträt 2. Das Zeitalter der Aufklärung. München 1980, S. 125. | |||
===Links=== | |||
[https://www.deutsche-biographie.de/sfz70694.html# Deutsche Biographie] | |||
Version vom 8. November 2024, 08:12 Uhr
| Personendaten | |
| Wikipedia | Moses Mendelssohn |
| GND | 118580744 |
| VIAF | 19681378 |
| Wikidata | Q76997 |
Verbindung zu Lessing
Vermittelt durch Aaron Samuel Gumperz hatte er 1754, angeblich beim Schachspiel, den gleichaltrigen Lessing kennengelernt, es war der Beginn einer außergewöhnlichen und epochalen Freundschaft. Lessing beförderte Mendelssohns erste Publikation »Philosophische Gespräche« und vermittelte ihm die Bekanntschaft Nicolais, der Mendelssohn bald darauf für die Mitarbeit an den »Briefen, die Neueste Litteratur betreffend« gewann. Als einziger Co-Autor verfasste Mendelssohn ein Werk mit Lessing, »Pope - ein Metaphysiker«, 1755, die ironisch gehaltene Antwort auf eine Preisfrage der Berliner Akademie der Wissenschaften. Die Briefe zwischen beiden – nach dem Tod Ewald von Kleists war Mendelssohn Lessings erster Adressat – geben noch heute Aufschluss über das Niveau aufklärerischer Diskurse.
Lessing setzte dem Freund ein gewisses Denkmal in »Nathan der Weise«, allzu porträtistisch darf man es nicht verstehen. Mendelssohn hingegen verteidigte den Freund nach dessen Tod 1781 gegenüber dem Vorwurf Friedrich Heinrich Jacobis, der Lessing als »Spinozisten« bezeichnete. Der Briefwechsel zwischen den beiden, den Jacobi 1785 veröffentlichte, ist als »Pantheismusstreit« in die Geschichte der Philosophie eingegangen.
Weitere Informationen
Literatur
Nisbet; Angaben aus dem Pseronenverzeichnis
Jürgen Stenzel (Hg.): Deutsche Schriftsteller im Porträt 2. Das Zeitalter der Aufklärung. München 1980, S. 125.