Moses Mendelssohn: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 23. Februar 2026, 17:13 Uhr
| Personendaten | |
| Verbindung |
Persönliche Begegnung, Briefwechsel, Zusammenarbeit, Publizistische Beziehung |
| Wikipedia | Moses Mendelssohn |
| GND | 118580744 |
| VIAF | 19681378 |
| Wikidata | Q76997 |
| Deutsche Biographie | sfz70694 |
Moses Mendelssohn (* 6. September 1729 in Dessau; † 4. Januar 1786 in Berlin) war ein deutscher Philosoph der Aufklärung. Er gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der Haskala.
Verbindung zu Lessing
Vermittelt durch Aaron Samuel Gumperz hatte Mendelssohn 1754, angeblich beim Schachspiel, den gleichaltrigen Lessing kennengelernt. Es war der Beginn einer außergewöhnlichen und epochalen Freundschaft. Lessing beförderte Mendelssohns erste Publikation und vermittelte ihm die Bekanntschaft mit Friedrich Nicolai, der Mendelssohn bald darauf für die Mitarbeit an den Briefen, die Neueste Litteratur betreffend gewann. Als einziger Co-Autor verfasste Mendelssohn ein Werk mit Lessing, Pope – ein Metaphysiker (1755), die ironisch gehaltene Antwort auf eine Preisfrage der Berliner Akademie der Wissenschaften. Die Briefe zwischen Mendelssohn und Lessing – nach dem Tod Ewald von Kleists war Mendelssohn Lessings erster Adressat – geben noch heute Aufschluss über das Niveau aufklärerischer Diskurse.
Lessing setzte dem Freund ein gewisses Denkmal in Nathan der Weise, allzu porträtistisch darf man es allerdings nicht verstehen. Mendelssohn hingegen verteidigte den Freund nach dessen Tod 1781 gegenüber Friedrich Heinrich Jacobis, der Lessing als "Spinozisten" bezeichnete. Der Briefwechsel zwischen Jacobi und Lessing, den Jacobi 1785 veröffentlichte, ist als "Pantheismusstreit" in die Geschichte der Philosophie eingegangen.
Weitere Informationen
Erwähnungen in Lessing-Biographien
Moses Mendelssohn zählt zu den am häufigsten behandelten Personen der Lessing-Forschung. In sämtlichen großen Biografien wird seine Beziehung zu Lessing – insbesondere im Kontext der Berliner Jahre, der publizistischen Zusammenarbeit und des Fragmentenstreits – ausführlich dargestellt. Besonders intensiv ist die Behandlung in Albrecht und Nisbet; Drews und Oehlke akzentuieren stärker die theologischen und religionsphilosophischen Implikationen.
| Stellennachweise |
|---|
Albrecht
Danzel
Drews
Hildebrandt
Lessing (Briefe)
Nisbet
Oehlke
Vollhardt
|
Weiterführende Literatur
Vera Forester: Lessing und Moses Mendelssohn. Geschichte einer Freundschaft. Hamburg 2001.
Jürgen Stenzel (Hg.): Deutsche Schriftsteller im Porträt 2. Das Zeitalter der Aufklärung. München 1980.